Freitag, 4. März 2016

Die Auswertung der Tondüsenfragmente: eine BA-Arbeit in der Entstehung Teil 1: Die ersten Schritte



CN: Die Auswertung der Tondüsenfragmente: eine BA-Arbeit in der Entstehung
Teil 1: Die ersten Schritte

Ein wichtiger Teil des archäologischen Forschungsprojekts ist sicherlich die Auswertung der Grabungsergebnisse. In diesem Zusammenhang möchte ich euch Schrittweise über die Entstehung meiner BA-Arbeit berichten, die sich mit den Tondüsenfragmenten beschäftigt.
Manche fragen sich jetzt sicherlich, was zur Hölle sind denn eigentlich „Tondüsen“? Aus diesem Grund hier eine kleine Erklärung:
Tondüsen sind der tönerne Bestandteil eines prähistorischen Blasebalgs. Ähnlich wie moderner Blasebälge benötigte auch das ältere Modell einen festen Bestandteil, durch den die Luft gepresst wurde und der dem Luftdruck und der Hitze im Ofen auch standhielt. Dieser war jedoch nicht wie heute aus Metall oder Plastik, sondern eben aus Ton.

Nachdem die Grabung abgeschlossen war, mussten die Funde zuerst vom Schmutz befreit werden. Dies geschah in den Räumlichkeiten des archäologischen Dienstes Graubünden in Chur.


Nachdem die Funde Gewaschen und getrocknet waren, mussten alle Fragmente angeschrieben werden, so dass es zu keinen Verwechselungen kommen konnte.



Erst nachdem dies geschehen war, durfte ich damit beginnen, die Tondüsen wieder zusammen zu setzen. Dies geschah, indem ich immer schaute ob zwei Scherben in irgendeiner Weise zusammenpassen. Wenn diese dann zusammen passten, konnte ich sie in Absprache mit der Restauratorin (vielen Dank für deine Hilfe, Johanna!) zusammenkleben.

Die geklebten Funde musste ich nur noch sorgfältig verpackt nach Zürich bringen, um dort mit der eigentlichen Auswertung zu beginnen.

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